Tag 6 – Jasper
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Tag 8 – Thanksgiving
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Tag 7 – Icefield Parkway

Eigentlich wollen wir früh los, um auf dem Icefield Parkway Richtung Lake Louise zu starten. Wir sind aber erst um 08:30 Uhr wach und wollen dann noch einmal die Duschen nutzen, wer weiß, wann es das nächste Mal die Gelegenheit gibt. All das ist so gar nicht Idgies Ding, keine Duschen und wenn überhaupt sind sie meistens kalt oder nur kurz warm. Wir ärgern uns heute etwas, dass man den Camper bei diesen Temperaturen nicht optimal nutzen kann, dass wir jede Nacht auf einem Campground mit Strom müssen, da die Heizung maximal 4 Stunden durchhält und dafür ist es nachts einfach viel zu kalt. Dementsprechend können wir auf dem Icefield Parkway (die Verbindung zwischen Jasper und Banff) auch keinen Stopp einlegen, sondern müssen die 250 Kilometer an einem Stück fahren, denn auf der Strecke hat kein Campground mehr auf. Oder doch wir finden unterwegs noch zwei sehr schöne Campgrounds, wo man sogar noch stehen darf, aber alle ohne Strom, sehr schade!

Los geht es also erst gegen 01:00 Uhr. Eigentlich lohnt sich fast jeder Viewpoint auf der Strecke, die Straße ist wirklich atemberaubend. Wir machen unseren ersten richtigen Halt bei den „Sunwapta Falls“ Und wieder einmal denken wir uns, wie krass es ist, was die Natur alles so geschaffen hat. Die Falls lohnen sich auf jeden Fall und es ist zu dieser Jahreszeit auch wirklich nicht viel los.
Als nächstes würde der „Glacier Skywalk“ kommen, vergleichbar mit dem Skywalk am Grand Canyon, aber auch hier absolut touristisch, so viele Menschen haben wir in den letzten 7 Tagen nicht gesehen und irgendwie passt es nicht ins Bild. Inmitten von Bergen und Eis taucht mit einmal dieser künstliche Skywalk auf, für uns ist gleich klar, hier halten wir nicht an. Eintritt kostet es im Übrigen auch, aber da wir gleich weiterfahren, können wir nicht sagen wie viel.
Am Columbia Icefield (etwa auf Hälfte der Strecke) machen wir den nächsten Halt und schauen mal ins Visitor Center, was aber wenig spektakulär oder informativ ist. Einziges was wir hier mal wieder sehen, ist der schnelle Rückzug des Eises, der Klimawandel lässt grüßen. Wir gehen noch einmal auf die andere Straßenseite, wo der Gletscher zu finden ist. Hier ist es sofort merkbar kälter. Hier könnte man den Weg bis zur Gletscherzunge wandern, aber es ist wirklich eine ganze Ecke und wir müssen ja für heute Nacht noch einen Schlafplatz finden. Trotzdem wandern wir ein Stück und machen tolle Fotos! Die wirklich unzähligen Touristen werden in Reisebussen hoch zur Gletscherzunge kutschiert, um oben dann kurz auf dem Eis rumzukrakseln. Wir hätten gerne eine Gletscherwanderung gemacht, aber es kostetet einiges an Dollern und dann nur um oben einmal das Eis zu sehen mit 200 anderen? Nein, danke, das ist nichts für uns. Und schon gar nicht, wenn man schon Island erlebt hat, einen riesen Gletscher nur für uns und noch 10 andere, da kommt wohl nichts dran.

Ab hier lohnt sich wirklich jeder Viewpoint, die Straße steigt nun schnell an und wir fahren auf Höhe der Baumwipfel, man kommt aus dem Staunen wirklich nicht mehr heraus.
Etwa 50 Kilometer ist der „Peyto Lake“ ein richtiger Bergsee mit krass blauem Wasser. In anbetracht der Uhrzeit beschließen wir bis hierhin morgen noch einmal zurück zu fahren und dann den Rest der Strecke zu „genießen“.

Wir kommen um etwa 19:00 Uhr beim „Lake Louise Campground“ an. Auch hier kein Service mehr, aber immerhin massig viele Stellplätze. Wir entschließen uns erstmal für zwei Nächte zu bleiben, dafür zahlen wir an der Self Registration $ 65,00 was vollkommen in Ordnung ist.
Nachdem wir uns einen Platz gesichert haben, fahren wir nochmal in den Ort und essen sehr lecker im „Mountain View“ Restaurant. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, über vegetarisch, Pasta und Burgern (ja sogar vieles ist glutenfrei), wirklich empfehlenswert.
Müde fallen wir danach ins Bett!

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